Fable - The Lost Chapters
Erste Einblicke von Harald
Entwickler: Lionhead
Herausgeber: Feral
System: Mac OS X
Erscheint: Frühjahr 2008 in Deutsch
Demo: n.v.
Genre: Adventures / RPG
sonstige Kosten: keine
Vorauss. Kaufpreis: 35-40 ¤
Freigabe: ab 12 Jahren, Infos zur USK
Im Jahre unseres Herrn 2005 begab es sich, dass Designer-Legende Peter Molyneux die hungrige Spielerschar mit einem neuen Rollenspiel für die Xbox bedachte. Und immer wenn der große Meister sich anschickt ein neues Werk auf die Menschheit loszulassen, staunt die Menge schon Monate vorher. Das legt sich zumeist recht schnell wieder, zumal sich Peter Molyneuxs Spiele immer durch das gleiche Thema auszeichnen: Dem inneren Kampf zwischen Gut und Böse. Das ist auch bei dem Rollenspiel Fable so. Nur ging das Konzept bei der Xbox-Version nicht auf. Zu viele Fehler und Ungereimtheiten machten den Spielern das Leben schwer. Dies änderte sich erst mit der später erschienenen The Lost Chapters-Version, die fast all das hielt, was im Vorfeld so vollmundig versprochen wurde. Nun erreichte die Games4Mac-Redaktion eine Preview-Version der Mac-Portierung. Machen wir uns also auf die fabelhafte Reise und erkunden, was uns da erwartet.
Doch das Tutorial ist noch lange nicht zu Ende! Bei einer Gilde lerne ich alle Fertigkeiten eines Kriegers – wie Bogen schießen, Schwertkampf und Magie. Diese Fähigkeiten gehen leicht von der Hand. Bei ersten Kämpfen gegen überdimensionale Mücken fällt die actionlastige Steuerung auf. Der Echtzeitkampf geht dank gut durchdachter Tastatursteuerung gut von der Hand und läuft schnell und flüssig ab. So ziehe ich den Bogen mittels der E-Taste und zücke das Schwert mit Q. Auch die Spezialfähigkeiten wie Blitze werfen sehen nicht nur gut aus, sondern erweisen sich auch als äußerst effizient. Wie bei Rollenspielen üblich werte ich meinen Zögling nach Belieben auf und verpasse ihm zahlreiche individuelle Spezialfähigkeiten. Die Prüfung am Ende meiner Lehrzeit ist ein Leichtes und nach einer kurzen Zeremonie endet das Tutorial und meine Jugend.
Auf der Jagd nach dem Teddybären
Es ist Morgen, die Sonne wirft einen ersten Blick auf ein verträumtes Dorf im Reich von Albion. Langsam regt sich das Leben auf dem Marktplatz. Hühner flattern aufgeregt durch die Gegend und Menschen unterhalten sich über Alltägliches. Wir finden uns in der Rolle eines kleinen Jungen wieder. Der Knabe lässt schweigsam eine Moralpredigt seines Vaters über sich ergehen. Schwesterchen hat Geburtstag und natürlich haben wir kein Geschenk. Aber Papa ist bereit, uns mit ein paar Münzen auszuhelfen. Doch nur, wenn wir den Bewohnern dieses beschaulichen Fleckchens bei ihren alltäglichen Sorgen beistehen. Gesagt, getan! Ein kleines Mädchen weint und bittet um Hilfe. Ihr Teddybär ist verschwunden und sie sucht verzweifelt nach dem Flohtaxi. Keine Frage, hier sind Helden gefragt. Also begebe ich mich auf die Suche und mache mich dabei mit der eingängigen Steuerung vertraut. Mit WASD gebe ich die Richtung vor und sehe dabei in der 3rd-Person-Ansicht dem Burschen über die Schulter. Dabei fällt die schön und phantasievoll gestaltete Landschaft auf. Die Häuser sind detailliert modelliert, Schmetterlinge spielen in den Sonnenstrahlen und Hügelketten schmiegen sich sanft in die Konturen des Horizonts. Hat ein Bewohner eine Aufgabe für mich, umgibt ihn eine grüne Aura. Ein Händler preist lauthals seine Waren an. Nach kurzer Suche werde ich schließlich fündig. Zwei Jungen streiten lauthals und der kleine beschwert sich über den räuberischen Widersacher. Nicht nur den gerade gefundenen Teddy hat der Schurke entwendet, auch das Geld des Kleinen wechselte den Besitzer. Natürlich „überzeuge“ ich den Schurken und erhalte als Lohn ein paar strahlende Blicke des Gerächten und das gesuchte Spielzeug.Entdecke die Möglichkeiten
Ermutigt von meinem ersten Erfolg lerne ich bei meiner zweiten Aufgabe die herausragenden Merkmale von Fable kennen. Eine wütende Ehefrau ist auf der Suche nach ihrem Mann und vermutet diesen in den Armen einer anderen. Ein Goldstück winkt als Finderlohn. Hinter der Kirche endet die Suche und ich muss feststellen, der Schürzenjäger sucht tatsächlich Trost in den Armen einer Anderen. Aber statt Reue lässt der Herr lieber Bares sprechen und bietet mir für mein Schweigen eine Entschädigung. Nun kann ich das Geld einfach nehmen und meinen Mund halten, das Schmiergeld ablehnen und den Herrn verpfeifen oder auch das Geld von beiden kassieren. Je nachdem wie ich mich entscheide, steigt mein gutes oder schlechtes Karma. Entscheide ich mich für die fiese Tour, bekomme ich anschließend eine Moralpredigt der Wache, die mein Handeln genau beobachtet. Zudem reflektieren vor allem im späteren Verlauf des Spiels die Bewohner von Albion meinen Ruf mit Beifall oder Ablehnung. So hab ich stets die Wahl zwischen der Rolle des strahlenden Helden und des fiesen Bösewichts. „Der Spieler soll eine Konsequenz seines Handelns erfahren und sich dabei immer für eine Seite entscheiden können.“ hat Peter Molyneux einmal gesagt und das Konzept funktioniert. Selbst das Aussehen verändert sich aufgrund meiner Entscheidungen. Wandle ich auf dem Pfad der Rechtschaffenheit, umgibt mich im Alter eine Art Heiligenschein. Mein niederträchtiges Pondon dagegen wandelt mit finsterem Blick und Hörnern durch die Welt. Und da haben wir einen weiteren wesentlichen Unterschied zu klassischen Rollenspielen. Mein Schützling wird älter und verändert sich deutlich sichtbar im Laufe des Spiels.Herzlichen Glückwunsch, Schwesterchen!
Aber zurück zu unserer eigentlichen Aufgabe. Nach kurzer Zeit haben wir alle Quests bewältigt und erhalten vom sichtlich stolzen Vater das versprochene Geld. Der Händler überlässt uns dafür eine Schachtel Schokolade und wir erfreuen unser Schwesterchen mit dem Geschenk. Doch die Freude währt nur kurz. Banditen überfallen das Dorf und töten alle Bewohner. Ich kann nur hilflos zusehen und stehe am Ende vor der Leiche meines Vaters. Von Flammen umgeben weiß ich, dies ist das Ende meiner Jugend und der Anfang einer langen Reise.Doch das Tutorial ist noch lange nicht zu Ende! Bei einer Gilde lerne ich alle Fertigkeiten eines Kriegers – wie Bogen schießen, Schwertkampf und Magie. Diese Fähigkeiten gehen leicht von der Hand. Bei ersten Kämpfen gegen überdimensionale Mücken fällt die actionlastige Steuerung auf. Der Echtzeitkampf geht dank gut durchdachter Tastatursteuerung gut von der Hand und läuft schnell und flüssig ab. So ziehe ich den Bogen mittels der E-Taste und zücke das Schwert mit Q. Auch die Spezialfähigkeiten wie Blitze werfen sehen nicht nur gut aus, sondern erweisen sich auch als äußerst effizient. Wie bei Rollenspielen üblich werte ich meinen Zögling nach Belieben auf und verpasse ihm zahlreiche individuelle Spezialfähigkeiten. Die Prüfung am Ende meiner Lehrzeit ist ein Leichtes und nach einer kurzen Zeremonie endet das Tutorial und meine Jugend.
Fremd bin ich ausgezogen
Kernelement des Spiels ist das Questsystem. So erhalte ich meine Hauptaufgaben in der Gildenhalle und wähle mein Ziel über eine Landkarte Albions. Zusätzlich darf ich an die Quests auch besondere Bedingungen knüpfen. Der Lohn sind Zusatzpunkte, welche in eine erhöhte Ausdauer, bessere Zielgenauigkeit oder effizienteren Einsatz von Magie eingetauscht werden dürfen. Neben den Hauptaufgaben gibt es noch zahlreiche Nebenquests. Wer durch die charismatische und zauberhafte Welt von Albion schlendert, wird viele Details wie Tag- und Nachtwechsel, Mondlicht und liebevoll modellierte Städte entdecken. Einzig die matschigen Bodentexturen und unsichtbaren Mauern fallen unangenehm auf. Dafür freue ich mich über schöne Hintergrundmusik, welche sich dynamisch an das Geschehen anpasst. Die mir vorliegende Version ist komplett in Englisch und zeichnet sich durch hervorragende britische Sprecher aus. Hoffen wir, dass die deutsche Synchronisation ähnlich gut wird.Fazit
Dieses Rollenspiel hat auch nach drei Jahren nichts von seinen Qualitäten eingebüßt und fasziniert auch heute noch. Die angesprochenen Mängel stören nicht wirklich, denn im Vordergrund steht ein einzigartiges Spielerlebnis, das sich kein Rollenspiel-Fan entgehen lassen darf. Albion ich komme!
| MINIMUM | STANDARD | OPTIMUM | TESTRECHNER |
| G4 1,6 Ghz 512 MB RAM 64 MB Grafikkarte 3 GB Festplatte Mac OS X 10.4.8 |
G5 2 Ghz 1024 MB RAM 128 MB Grafikkarte Mac OS X 10.5.2 |
Intel Core 2 Duo 2 Ghz 1536 MB RAM 256 MB Grafikkarte Mac OS X 10.5.2 |
MacBook Pro 2 Ghz 2048 MB RAM Radeon X1600 Mac OS X 10.5.2 |





