Baldurs Gate
Testbericht von Rainer
Entwickler: Interplay
Herausgeber: ASH
System: Mac OS Classic*
Erschienen: Sommer 2000 in Deutsch
Plattform: PPC*
Genre: Adventures / RPG
sonstige Kosten: keine
Kaufpreis: 35-40 ¤
Demo: n.v.
Freigabe: ab 12 Jahren, Infos zur USK
Finstere Zeiten brechen an, das Land braucht neue Helden. Aber wer bin
ich? Woher komme ich? Alles Fragen, die man sich im Laufe des Spiels
stellt bzw. stellen muß.
Zu Beginn wird zunächst ein Charakter angelegt. Dieses gestaltet sich weitaus komplizierter als bei vergleichbaren Spielen aus gleichem Genre. Die etwas aufwendige Prozedur wird allerdings durch sehr nützliche Hilfetexte begleitet, so daß auch ein Neuling schnell seinen virtuellen Helden erschaffen kann. Nach der Wahl des Geschlechts kann man sich sein wunschgemäßes Äußeres aussuchen, wobei auch eigene Abbildungen importiert werden können. Die nächste Einstellung bedarf da schon genauerer Überlegung; es steht die Wahl der Rasse an. Aus sechs verschiedenen Rassen kann ausgewählt werden - Mensch, Elf, Halbelf, Gnom, Halbling und Zwerg. Jede Rasse weist bestimmte Talente und Grundattribute auf, aber auch hier hilft der stets eingeblendete Informationstext weiter. So werden die Vor- und Nachteile jeder Rasse deutlich erklärt. Aber damit ist es noch immer nicht genug, denn jetzt kann man noch die Klasse seines Charakters bestimmen. Insgesamt gibt es 8 Klassen, die auch kombiniert werden können. Die Klasse symbolisiert quasi die Ausbildung des Spielers - Kämpfer, Läufer, Druide etc..
Aber ein echter Held hat nicht nur eine Ausbildung, er besitzt auch eine gewisse Gesinnung, die im nächsten Schritt wählbar ist. Die im folgenden abgefragten Attributwerte sind für die zugrundeliegenden Fähigkeiten relevant (Stärke, Geschicklichkeit, Konstitution, Intelligenz, Weisheit, Charisma). Die Stärke der Attributesausprägung wird durch Zahlenwerte repräsentiert, je größer der Werte, umso besser erfüllt der zu erschaffende Charakter dieses Attribut. Die anschließenden Auswahloptionen beziehen sich auf die Waffengewandtheit und die Anfangszauber, die der Held beherrschen soll. Am Ende der langen Menschwerdung kann man noch seine Kleidung und seinen Namen wählen - das wäre geschafft. Wer bis hierhin durchgehalten hat, muß wirklich ein Fan dieses Genres sein. Für meinen Geschmack echt etwas zu viele Einstellmöglichkeiten. Die ausfeilte Charaktererstellung hat natürlich den Vorteil, daß man seinen Helden sehr persönlich gestalten kann.
Nachdem man nun endlich Held geworden ist, kann das Abenteuer beginnen. Im kleinen Prolog erfährt der Spieler, was er zunächst wissen muß. Seine Abstammung ist unbekannt und sein bisheriges Studium in der Bibliothek der Stadt Kerzenburg läßt nicht gerade auf einen Helden schließen. Aber das soll sich im Laufe des Spiel grundlegend ändern. Zunächst gilt es sich für die anstehende Reise auszurüsten und die Stadt zu erkunden.
Vom Spielfluß unterscheidet sich Buldur´s Gate entscheidend von Diablo. Es ist viel ruhiger angelegt und es gilt vor allem zunächst nachzudenken, bevor man handelt. Auch die Gespräche mit Bewohnern sind außerordentlich wichtig. So verkörpert das Spiel eher die technische Umsetzung des alten Rollenspiels "Das Schwarze Auge" und sorgt für lange andauernden Spielspaß. Aber auch hier muß gesagt werden, daß man sich lange mit dem Spiel und seinen Funktionen auseinandersetzen muß, da man ansonsten schnell in eine Sackgasse läuft. Einen Multiplayermodus gibt es in der Grundversion von Baldur´s Gate nicht. Die Musikuntermalung ist stimmungsvoll und passend, was man von den Soundeffekten und vor allem der Sprachausgabe nicht behaupten kann. Auf Dauer nerven die ewig gleichen Sprüche der Helden gewaltig.
Technisch erscheint Buldur´s Gate ausgereift, wenngleich auch grafisch sehr angestaubt. Es wird keine 3D Unterstützung geboten und die Grafik wirkt sehr pixelig und unscharf. Insgesamt ist das Spiel recht zäh und reagierte sehr langsam auf unserem Testrechner (PowerMac 8600 - G3/400). Das deutsche Handbuch ist ein absolutes Muß und enthält viele hilfreiche Tips.
Zu Beginn wird zunächst ein Charakter angelegt. Dieses gestaltet sich weitaus komplizierter als bei vergleichbaren Spielen aus gleichem Genre. Die etwas aufwendige Prozedur wird allerdings durch sehr nützliche Hilfetexte begleitet, so daß auch ein Neuling schnell seinen virtuellen Helden erschaffen kann. Nach der Wahl des Geschlechts kann man sich sein wunschgemäßes Äußeres aussuchen, wobei auch eigene Abbildungen importiert werden können. Die nächste Einstellung bedarf da schon genauerer Überlegung; es steht die Wahl der Rasse an. Aus sechs verschiedenen Rassen kann ausgewählt werden - Mensch, Elf, Halbelf, Gnom, Halbling und Zwerg. Jede Rasse weist bestimmte Talente und Grundattribute auf, aber auch hier hilft der stets eingeblendete Informationstext weiter. So werden die Vor- und Nachteile jeder Rasse deutlich erklärt. Aber damit ist es noch immer nicht genug, denn jetzt kann man noch die Klasse seines Charakters bestimmen. Insgesamt gibt es 8 Klassen, die auch kombiniert werden können. Die Klasse symbolisiert quasi die Ausbildung des Spielers - Kämpfer, Läufer, Druide etc..
Aber ein echter Held hat nicht nur eine Ausbildung, er besitzt auch eine gewisse Gesinnung, die im nächsten Schritt wählbar ist. Die im folgenden abgefragten Attributwerte sind für die zugrundeliegenden Fähigkeiten relevant (Stärke, Geschicklichkeit, Konstitution, Intelligenz, Weisheit, Charisma). Die Stärke der Attributesausprägung wird durch Zahlenwerte repräsentiert, je größer der Werte, umso besser erfüllt der zu erschaffende Charakter dieses Attribut. Die anschließenden Auswahloptionen beziehen sich auf die Waffengewandtheit und die Anfangszauber, die der Held beherrschen soll. Am Ende der langen Menschwerdung kann man noch seine Kleidung und seinen Namen wählen - das wäre geschafft. Wer bis hierhin durchgehalten hat, muß wirklich ein Fan dieses Genres sein. Für meinen Geschmack echt etwas zu viele Einstellmöglichkeiten. Die ausfeilte Charaktererstellung hat natürlich den Vorteil, daß man seinen Helden sehr persönlich gestalten kann.
Nachdem man nun endlich Held geworden ist, kann das Abenteuer beginnen. Im kleinen Prolog erfährt der Spieler, was er zunächst wissen muß. Seine Abstammung ist unbekannt und sein bisheriges Studium in der Bibliothek der Stadt Kerzenburg läßt nicht gerade auf einen Helden schließen. Aber das soll sich im Laufe des Spiel grundlegend ändern. Zunächst gilt es sich für die anstehende Reise auszurüsten und die Stadt zu erkunden.
Vom Spielfluß unterscheidet sich Buldur´s Gate entscheidend von Diablo. Es ist viel ruhiger angelegt und es gilt vor allem zunächst nachzudenken, bevor man handelt. Auch die Gespräche mit Bewohnern sind außerordentlich wichtig. So verkörpert das Spiel eher die technische Umsetzung des alten Rollenspiels "Das Schwarze Auge" und sorgt für lange andauernden Spielspaß. Aber auch hier muß gesagt werden, daß man sich lange mit dem Spiel und seinen Funktionen auseinandersetzen muß, da man ansonsten schnell in eine Sackgasse läuft. Einen Multiplayermodus gibt es in der Grundversion von Baldur´s Gate nicht. Die Musikuntermalung ist stimmungsvoll und passend, was man von den Soundeffekten und vor allem der Sprachausgabe nicht behaupten kann. Auf Dauer nerven die ewig gleichen Sprüche der Helden gewaltig.
Technisch erscheint Buldur´s Gate ausgereift, wenngleich auch grafisch sehr angestaubt. Es wird keine 3D Unterstützung geboten und die Grafik wirkt sehr pixelig und unscharf. Insgesamt ist das Spiel recht zäh und reagierte sehr langsam auf unserem Testrechner (PowerMac 8600 - G3/400). Das deutsche Handbuch ist ein absolutes Muß und enthält viele hilfreiche Tips.
Fazit
Baldur´s Gate ist ein echtes Rollenspiel mit all seinen Regeln und Schwierigkeiten, die man bereits aus der Offlinewelt kennt. Es wurde sehr darauf geachtet, daß möglichst viel vom Spieler verändert werden kann, um somit die Saga so vielseitig wie möglich umsetzen zu können. Für den gelegentlichen Rollenspieler ist Baldur´s Gate bestimmt nicht geeignet, da man um das Studium des Handbuches sicher nicht umher kommt. Für Fans des klassischen Rollenspiels jedoch ist Baldur´s Gate mit Sicherheit ein gelungenes Spektakel mit dem Reiz längst vergangener Tage.
POSITIV
- gute Story
- sehr detaillierte Charakterwahl
- sehr detaillierte Charakterwahl
NEGATIV
- schlechte Grafik
- nervende Soundeffekte
- nervende Soundeffekte
60%
Grafik:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
schlecht
mittel
(n.v.)
mittel
mittel
(n.v.)
mittel
| MINIMUM | STANDARD | OPTIMUM | TESTRECHNER |
| PPC 200 Mhz Mac OS 8.5 64 MB RAM 380 MB Festplatte 4x CD-ROM |
iMac 233 Mhz 64 MB RAM Mac OS 8.6 |
iMac 333 Mhz 128 MB RAM Mac OS 9 |
PowerMac 8600 mit G3 400 Mhz Karte ATI Radeon PCI 160 MB RAM Mac OS 9.1 |
* Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt als der Artikel geschrieben wurde. Eventuell stehen auf der Homepage des Herausgebers bzw. Entwicklers Updates für "Baldurs Gate" bereit.





