Call of Duty 4 - Modern Warfare
Testbericht von Dirk
Entwickler: Infinity Ward
Herausgeber: ASH
System: Mac OS X*
Erschienen: Herbst 2008 in Deutsch
Plattform: Intel*
Genre: Action
sonstige Kosten: keine
Kaufpreis: 45-50 ¤
Demo: n.v.
Freigabe: ab 18 Jahren, Infos zur USK
Genug Nazis gejagt, auf in die Moderne: Krieg im Mittleren Osten, Konflikte in Russland. Das Szenario, das sich in Call of Duty 4 zeigt, ist übersichtlich. In einem nicht näher genannten Staat gibt es einen Militärputsch. Die US-Streitkräfte marschieren ein und kämpfen für die Freiheit des Landes. Gleichzeitig unterstützen Truppen der britischen SAS-Einheit die russischen Loyalisten im Kampf gegen Ultranationalisten. Dabei übernimmt man zum Teil die Rolle von „Soap“ McTavish auf Seite der SAS sowie bei den US-Marines den Part von Private Jackson. Während des Spiels gibt es aber zwei auffällige Typen von Teammitgliedern: Zum einen austauschbare Figuren, die nicht weiter auffallen und kaum etwas zur Geschichte beitragen und auch alle entsprechend ähnlich aussehen, sowie die relativ wichtigen Soldaten wie Captain Price und Gaz auf Seite der britischen Spezialtruppen, sowie bei den Marines Lieutenant Vasquez und Staff Sergeant Griggs. Hier haben sich die Entwickler besonders Mühe gegeben und Figuren gezeichnet, die einen besonders hohen Wiedererkennungswert haben. Wer bereits Call of Duty 1 und 2 gespielt hat, der kennt Captain Price bereits, warum er über die Jahre bis 2007 nicht gealtert ist, verschweigen die Entwickler zwar, ist am Ende aber auch nicht wirklich wichtig.
So führt die erste richtige SAS Mission direkt auf einen russischen Frachter, der nach einer Atombombe untersucht werden muss. Dass daraufhin MiG-Kampfjets auftauchen und das Schiff abschießen ist im ersten Augenblick mehr als nur überraschend und zeigt, welche Spannung das Spiel im weiteren Verlauf noch bringen wird. Ebenso unerwartet ist auch der Tod von Private Jackson, bei dem er und die anderen Soldaten durch das Zünden einer Atombombe sterben. Zwar war das bereits der Höhepunkt des Spiels, jedoch bleibt der Spannungspegel bis zum Ende des Spiels auf einem erstaunlich hohen Level und hält sich bis zum fulminanten Finale, das hier nicht verraten werden soll.
Wie schon bei den vorhergehenden Teilen gibt es bei Call of Duty 4 nicht nur einen extrem spannenden Einzelspieler-Modus, sondern auch einen schnellen Modus für mehrere Spieler. Im Vergleich zu den älteren Spielen wurde Call of Duty 4 um ein Klassensystem erweitert. Wählt man nicht mehr seine eigentliche Hauptwaffe, sondern eine andere, so bekommt man verschiedene Boni bereitgestellt. Aber nicht jeder bekommt alle Waffen sofort zur Auswahl, sondern muss sie sich über die Zeit verdienen. Je mehr Zeit man investiert, desto größer wird das Arsenal, sowie die verfügbaren PowerUps. Später darf man die Waffen und Boni auch frei nach dem eigenen Gusto zusammenstellen und auch abspeichern. Leider werden die Statistiken nicht online gespeichert, so dass man von vorne beginnen muss, sobald man sein System neu installiert.
Leider ist der Modus zwar sehr solide, jedoch nicht so kreativ wie die Kampagne. Neben den üblichen Modi Deathmatch, Team Deathmatch und Capture the Flag, gibt es zwar den Modus Headquaters, bei dem verschiedene Punkte auf der Karte eingenommen und verteidigt werden müssen, sowie Search and Destroy (ein Team muss eines von zwei Waffenlagern der Gegner durch eine Bombe zerstören), jedoch sind die Spieltypen bereits aus den älteren Spielen bekannt. Neu ist nur der Sabotage-Modus, der aber sich sehr an den Search and Destroy Modus anlehnt, mit der Änderung, dass nun beide Teams Verteidiger und Angreifer zugleich sind, je nachdem welche Gruppe gerade die Bombe besitzt. Ein kooperativer Modus zum gemeinsamen Durchspielen der Kampagne wäre beispielsweise wünschenswert gewesen. Hier hätte dem Spiel etwas mehr Entwicklungszeit gut getan. Dafür gefallen die ausbalancierten Waffen. Spieler, die einen sehr hohen Level erreicht haben, werden nicht noch zusätzlich durch zu starke Gewehre unterstützt. Alle bereits erspielten Waffen sind auch dann noch freigespielt, wenn man die Seite wechselt.
Insgesamt ist der Modus zwar taktisch und somit ist ein kopfloses drauflos Gestürme nur selten siegreich, eine Tiefe wie bei echten Taktikshootern wird aber nicht erreicht. Die Anfangs hohe Spielgeschwindigkeit könnte aber so manchen Anfänger die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Aber wie auch im Einzelspieler-Modus hat man sich hier nach einer gewissen Zeit daran gewöhnt und wird rasch viele Erfolge feiern können.
Spoileralarm!
Achtung, wer sich von der Geschichte des Spiels überraschen lassen möchte, sollte diesen Teil überlesen und mit dem nächsten Abschnitt fortfahren!So führt die erste richtige SAS Mission direkt auf einen russischen Frachter, der nach einer Atombombe untersucht werden muss. Dass daraufhin MiG-Kampfjets auftauchen und das Schiff abschießen ist im ersten Augenblick mehr als nur überraschend und zeigt, welche Spannung das Spiel im weiteren Verlauf noch bringen wird. Ebenso unerwartet ist auch der Tod von Private Jackson, bei dem er und die anderen Soldaten durch das Zünden einer Atombombe sterben. Zwar war das bereits der Höhepunkt des Spiels, jedoch bleibt der Spannungspegel bis zum Ende des Spiels auf einem erstaunlich hohen Level und hält sich bis zum fulminanten Finale, das hier nicht verraten werden soll.
Einzel- und Mehrspielerspieler
Das Spiel beginnt direkt spannend. Zwar ist die erste Mission nur das Training auf dem Gelände der SAS, jedoch bietet bereits das Zeittraining genug Möglichkeiten für einen Wettstreit, da der Parkur in kürzester Zeit durchlaufen werden muss. Je nach Geschwindigkeit wird einem aber auch der Schwierigkeitsgrad für den Rest der Kampagne empfohlen.Wie schon bei den vorhergehenden Teilen gibt es bei Call of Duty 4 nicht nur einen extrem spannenden Einzelspieler-Modus, sondern auch einen schnellen Modus für mehrere Spieler. Im Vergleich zu den älteren Spielen wurde Call of Duty 4 um ein Klassensystem erweitert. Wählt man nicht mehr seine eigentliche Hauptwaffe, sondern eine andere, so bekommt man verschiedene Boni bereitgestellt. Aber nicht jeder bekommt alle Waffen sofort zur Auswahl, sondern muss sie sich über die Zeit verdienen. Je mehr Zeit man investiert, desto größer wird das Arsenal, sowie die verfügbaren PowerUps. Später darf man die Waffen und Boni auch frei nach dem eigenen Gusto zusammenstellen und auch abspeichern. Leider werden die Statistiken nicht online gespeichert, so dass man von vorne beginnen muss, sobald man sein System neu installiert.
Leider ist der Modus zwar sehr solide, jedoch nicht so kreativ wie die Kampagne. Neben den üblichen Modi Deathmatch, Team Deathmatch und Capture the Flag, gibt es zwar den Modus Headquaters, bei dem verschiedene Punkte auf der Karte eingenommen und verteidigt werden müssen, sowie Search and Destroy (ein Team muss eines von zwei Waffenlagern der Gegner durch eine Bombe zerstören), jedoch sind die Spieltypen bereits aus den älteren Spielen bekannt. Neu ist nur der Sabotage-Modus, der aber sich sehr an den Search and Destroy Modus anlehnt, mit der Änderung, dass nun beide Teams Verteidiger und Angreifer zugleich sind, je nachdem welche Gruppe gerade die Bombe besitzt. Ein kooperativer Modus zum gemeinsamen Durchspielen der Kampagne wäre beispielsweise wünschenswert gewesen. Hier hätte dem Spiel etwas mehr Entwicklungszeit gut getan. Dafür gefallen die ausbalancierten Waffen. Spieler, die einen sehr hohen Level erreicht haben, werden nicht noch zusätzlich durch zu starke Gewehre unterstützt. Alle bereits erspielten Waffen sind auch dann noch freigespielt, wenn man die Seite wechselt.
Insgesamt ist der Modus zwar taktisch und somit ist ein kopfloses drauflos Gestürme nur selten siegreich, eine Tiefe wie bei echten Taktikshootern wird aber nicht erreicht. Die Anfangs hohe Spielgeschwindigkeit könnte aber so manchen Anfänger die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Aber wie auch im Einzelspieler-Modus hat man sich hier nach einer gewissen Zeit daran gewöhnt und wird rasch viele Erfolge feiern können.
Unterschied zwischen deutscher und amerikanischer Fassung
Zwar ist die deutsche Version des Spiels ebenfalls erst „ab 18 Jahren“ freigegeben, jedoch fehlt ein besonderer Spielmodus: Der Arcade-Modus. Diese Spielvariante lässt einen die bereits erfüllten Level erneut spielen, jedoch unter anderen Vorraussetzungen: Die Mission muss in einem bestimmten Zeitrahmen erfüllt werden. Dabei bleibt es aber nicht, denn es geht jetzt darum, in der ausgewählten Mission besonders viele Punkte zu erreichen. Diese erhält man, indem man Gegner tötet und dabei möglichst wenig Anläufe braucht, bis man das Ende der Mission erreicht hat – je schneller, desto besser. Man hat generell nur eine begrenzte Anzahl Versuche in einem Durchlauf (normalerweise drei), stirbt man, beginnt man am letzten Checkpoint. Bereits nach kurzer Zeit erhält man Boni, wenn man viele Gegner hintereinander tötet. Eine weitere Option besteht darin, diesen Spielmodus in der kompletten Kampagne zu benutzen. Ansonsten ist das Spiel vollkommen ungekürzt, sämtliche Blutspritzer und Co. sind also mit an Bord.Tolle Sounds und stimmige Grafik
Die Grafik von Call of Duty 4 ist mehr als nur gut. Wie bereits weiter oben beschrieben, spielt die erste Mission auf einem Frachter. Der Schauplatz ist ein schwerer Sturm – der Wind peitscht die Regentropfen förmlich über die Barentssee. Besonders beeindruckend ist die Anflugsequenz, bei dem man die Effekte, wie etwa das Unwetter oder die glimmende Zigarre von Captain Price, bestaunen kann. Ebenfalls sehr beeindruckend sind in diesem Zusammenhang die Animationen, auch wenn diese in der ersten Zeit sicherlich kaum auffallen, da einem vor lauter Action sicherlich häufig der Mund offen steht. Die Performance ist zwar nicht ganz so gut wie im direkten Vergleich mit der Windows-Version, jedoch insofern ausreichend, dass man glücklich sein kann, das Aspyr sich für die Entwicklung des Spiels etwas mehr Zeit gelassen hat und somit auch etwas mehr Arbeit in die Performance gesteckt hat.Fazit
Auf in die Schlacht! Wie bereits Teil 1 und 2 überzeugt auch Call of Duty 4 mit schneller und kompromissloser Action. Der moderne Schauplatz des Spiels hebt sich geschickt vom Zweiten Weltkrieg Thema der alten Spiele ab, ohne dabei seine Wurzeln zu vergessen. Leider hat sich der Mehrspieler-Modus nicht ganz so gut mit entwickelt, wie der restliche Teil des Spiels.
POSITIV
- spannende Einzelspieler-Kampagne
- stimmige und abwechslungsreiche Atmosphäre
- actionreiche Mehrspieler-Schlachten
- stimmige und abwechslungsreiche Atmosphäre
- actionreiche Mehrspieler-Schlachten
NEGATIV
- uninspirierter Mehrspieler-Modus
- Arcade-Modus fehlt trotz der Alterseinstufung "ab 18" in deutscher Version
- Einzelspieler-Kampagne unter zehn Spielstunden
- Arcade-Modus fehlt trotz der Alterseinstufung "ab 18" in deutscher Version
- Einzelspieler-Kampagne unter zehn Spielstunden
87%
Grafik:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
sehr gut
sehr gut
gut
mittel
sehr gut
gut
mittel
| MINIMUM | STANDARD | OPTIMUM | TESTRECHNER |
| Intel Core Duo 2 Ghz 1024 MB RAM 128 MB Grafikkarte Mac OS X 10.5 |
Intel Core 2 Duo 2,4 Ghz 1536 MB RAM 128 MB Grafikkarte Mac OS X 10.5.5 |
Intel Core 2 Duo 2,8 Ghz 2048 MB RAM 256 MB RAM Mac OS X 10.5.5 |
Mac Pro 2x 3,2 Ghz Quad Core Xeon 4096 MB RAM GeForce 8800 GT Mac OS X 10.5.5 |
* Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt als der Artikel geschrieben wurde. Eventuell stehen auf der Homepage des Herausgebers bzw. Entwicklers Updates für "Call of Duty 4 - Modern Warfare" bereit.





