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Shaun White Snowboarding

Testbericht von Benjamin

Entwickler: Ubisoft
Herausgeber: Transgaming
System: Mac OS X*
Erschienen: Frühjahr 2009 in Deutsch
Plattform: Intel*
Genre: Action
sonstige Kosten: keine
Kaufpreis: 20-25 ¤
Demo: n.v.
Freigabe: ab 6 Jahren, Infos zur USK
Sonne, Schnee und heiße Tricks! Snowboarder sind geliebt und gefürchtet auf den Ski-Pisten in den Bergen. Ski-Fahrer hassen die schnellen Pistenjäger und viele junge Skianfänger schauen neidisch den Profis hinterher, wenn sie mit gut und gerne 60km/h den gepressten Schnee runterjagen. Shaun White Snowboarding setzt da an, wo Sehnsucht anfängt und die Realität aufhört: Es bietet Snowboard-Spaß für jeden zum kleinen Preis und gänzlich ohne Verletzungsrisiko. Entwickelt wurde das Spiel von Ubisoft Montreal in Zusammenarbeit mit dem namens gebenden Goldmedaillengewinner Shaun White, die Mac-Umsetzung wurde von Transgaming duchgeführt und mittels der Cider-Engine an Mac OS X angepasst.

Installation

Die Installation ist gewohnt leicht und benutzerfreundlich: das Paket herunterladen (Achtung die Download-Datei wiegt stolze sieben GigaByte!), DMG öffnen und Ordner auf die Festplatte verschieben, Seriennummer eingeben und fertig. Bei dem ersten Start könnt ihr zugleich die neuen Updates herunterladen (sehr empfohlen) und euch ein Ubi-Profil für den eingebauten Multiplayer-Modus anlegen. Nach dieser kurzen Prozedur, die keine Pflicht ist, seid ihr dann endlich so weit und könnt ein neues Spiel starten.

Im Gegensatz zu älteren Cider-Titeln braucht Shaun White keine Denkpause um zu starten, die Mac-Version fühlt sich an, als ob sie nativ portiert worden wäre. Leider hat man mit der Windows-Version auch einige Krankheiten übernommen: die Steuerung ist grenzwertig ohne ein Joypad. Man braucht eine komplette Tastatur mit Ziffernblock (!) um das Spiel vernünftig steuern zu können, deshalb hier der Rat des Autors: Schließt um Himmels willen ein Gamepad an!

Leider ist hier bereits ein Nachteil des Spiels zu benennen, man kann die Belegung der Tastatur zwar in einem Startmenü einsehen, aber man kann sie leider nicht verändern. Damit wird es für manchen Tastaturakrobaten schwierig, wenn die Tastenkombinationen nicht nur 10 sondern 15 Finger fordern.

Lass die Piste glühen

Das Spiel beinhaltet einen kombinierten Single- und Multiplayer-Modus, denn man kann die vier Strecken Park City, Europa, Japan und Alaska sowohl einzeln, als auch mit Freunden runterrasen. Dabei gilt es Herausforderungen anzunehmen und versteckte Medaillen einzusammeln. Wenn man alle Medaillen eines Schwierigkeitsgrades auf den Strecken freigeschaltet hat, bekommt man von seinem Mentor Sonderkräfte, wie extrem hohe Sprünge und die Fähigkeit Eiswände zu durchbrechen, zugesprochen.

Diese sind oftmals von Nöten um alle Herausforderungen zu meistern und die restlichen Medaillen zu finden. Praktischerweise werden die Medaillen über eine Art Radar angezeigt, um sie zumindest grob anzupeilen.

Einen festen Ablauf gibt es in dem Spiel nicht, man kann sich seine Zeit frei einteilen und die riesigen Welten erkunden. Ob ihr euch dabei vom Heli, oder vom Sessellift, nach oben tragen lasst, bleibt euch überlassen. Beachtet: Auch wenn ihr keine Herausforderung annehmt, könnt ihr Geld für Tricks bekommen. Gelingen euch tollen Kombinationen, werden euch die gesammelten Punkte nachher auf eurem Konto gutgeschrieben.

Mit den erworbenen Moneten könnt ihr bessere Boards und modischere Kleidung kaufen. Die verschiedenen Boards sind wirklich eine lohnende Investition, die Kleidung eher optischer Schnickschnack!

Die Entwickler haben sich viel Mühe gegeben, dem Spiel noch Feinheiten zu verpassen, so kann man sich beim Laden des Spiels in der Half-Pipe austoben und während einer Abfahrt dem Kollegen auf Tastendruck einen Schneeball in den Rücken schleudern, sodass er wichtige Sekunden verliert.

Grafik und Sound

Holla! So muss ein Snowboard-Spiel 2009 aussehen! Es gibt eine detaillierte Grafik, Widescreen-Auflösungen und tolle Effekte. Natürlich muss man Cider-bedingt ein paar Punkte abziehen: so kann es bei meiner Konfiguration, siehe unten, bei 1440x990 Pixeln durchaus zu Rucklern kommen. Mit beherztem Verändern der Konfiguration (eine Auflösungsstufe niedriger und Details auf mittlere Stufe) konnte ich trotz aktivierten Bildschirmeffekten keinerlei Performanceeinbrüche bestätigen.

Der Sound ist die Wucht! Nicht nur im Gameplay zeigt das Spiel die Nähe zu den Tony Hawk-Spielen. Der Soundtrack ist rockig, punkig, frech und frisch! Normalerweise tendiere ich zur eigenen iTunes-Playlist wenn ich spiele, aber hier konnte ich mich beruhigt zu den spieleigenen Tönen die Piste herunterbewegen.

Auch die anderen Fahrer auf der Piste haben eine deutsche Stimme spendiert bekommen, genauso wie die, zugegeben lahmen, Kommentatoren bei den Wettbewerben. Hier hat Ubisoft wirklich ganze Arbeit geleistet. Bestnote!

Schwächen

Das Spiel bietet viel Spaß sowohl im Einzelspieler-, als auch im Multiplayer-Modus, aber es krankt an anderen Dingen: der Schwierigkeitsgrad ist hoch, die Sonderkräfte („Fokuskräfte“) verschieben das Spiel weg von der Simulation hin zum Arcade-Spiel, die Steuerung hakt auf dem Computer, die Menüführung ist 1:1 von der Konsole übernommen.

Hier kann man Transgaming keine Vorwürfe machen, denn den Inhalt hat letztendlich Ubisoft zu verantworten! Shaun White Snowboarding könnte mehr, als es jetzt bietet. Auf jeden Fall muss man bestätigen, dass der Port ordentlich ist. Natürlich hätte eine native Portierung noch ein bisschen mehr Leistung rausgeholt und die Grafik wäre vielleicht opulenter gewesen, doch ist es schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, dass ein solch aufwendiges Sportspiel überhaupt auf dem Mac erscheint.

Fazit

Für 30 US-Dollar (etwa 20 Euro) können alle Arcade- und Sportspielfans mit einem Joypad zugreifen! Das Spiel macht Spaß und läuft ordentlich. Klar, es hat seine Schwächen, aber bei dem Preis macht es auch über den gebotenen Spielspaß einiges wieder wett.

» GameTreeOnline: Shaun White Snowboarding

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POSITIV
- schöne Grafik
- toller Sound
- actionreicher Arcade-Spaß
NEGATIV
- ohne Gamepad schwer zu steuern
- keine echte Anpassung an den Computer
78%
Grafik:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
sehr gut
sehr gut
gut
fortgeschritten
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MINIMUM STANDARD OPTIMUM TESTRECHNER
Intel Core Duo
1024 MB RAM
ab Radeon X1600 oder GeForce 7300
7,3 GB Festplatte
Mac OS X 10.5.6
Intel Core 2 Duo
2 Ghz
2048 MB RAM
128 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.5.8
Gamepad
Intel Core 2 Duo
2,8 Ghz
4096 MB RAM
256 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.5.8
Gamepad
iMac
Intel Core 2 Duo
2 Ghz
1024 MB RAM
ATI Radeon X1600
Mac OS X 10.5.8

* Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt als der Artikel geschrieben wurde. Eventuell stehen auf der Homepage des Herausgebers bzw. Entwicklers Updates für "Shaun White Snowboarding" bereit.