The Abbey
Testbericht von Benjamin
Entwickler: Alcachofa Soft
Herausgeber: RuneSoft
System: Mac OS X*
Erschienen: Frühjahr 2010 in Deutsch
Plattform: Intel*
Genre: Adventures / RPG
sonstige Kosten: keine
Kaufpreis: 35-40 ¤
Demo: n.v.
Freigabe: ab 12 Jahren, Infos zur USK
Der Name der Rose – immer noch weckt dieser Roman aus der Feder Umberto Ecos die Fanatsie vieler Kreativer. Filme, Hörspiele, Brettspiele – nun also auch ein Videospiel? Die spanischen Entwickler von Alcachofa Soft liefern mit The Abbey ein klassisches Point’n’Click-Adventure in der Tradition großer Titel wie Monkey Island. Grafisch gesehen, schlagen sie mit einer Mixtur aus gezeichneten 2D-Hintergründen und gerenderten 3D-Figuren einen Weg ein, den bereits das Überraschungsadventure aus dem Jahre 2008 "A Vampyre Story" gegangen ist. Ob das ganze inhaltlich überzeugen kann?
Des Weiteren wird die Abtei von anderen kauzigen Mönchen bewohnt, die euch allesamt nicht sehr wohl gesonnen sind. Um wichtige Infos zu bekommen, müsst ihr schon häufiger mit ihnen reden und ihnen den ein oder anderen Gefallen tun. Die dabei aufkommenden Rätsel sind zumeist logisch aufgebaut und deren Lösung findet man in ausschweifenden Unterhaltungen mit den anderen Klosterbrüdern.
Das Problem bei The Abbey ist bei weitem nicht das Lösen der Rätsel, sondern oftmals das Finden eines Rätsels, so muss man mit allen Mönchen im Kloster ausgiebig reden, um die Probleme ans Licht zu bringen. Die darauf folgende Lösung ist zumeist einfach zu finden und sollte Genre-Neulinge nicht vor zu große Probleme stellen. Ganz klar muss ich allerdings allen Spielern vom Kauf abraten, die nicht gerne viel Text lesen und der wirklich spannend erzählten Geschichte lauschen wollen.
Die Präsentation des Spiels ist vorbildlich: erstklassige Grafik, orchestraler Soundtrack und eine spannende Geschichte. All das lässt keine Kritik aufkommen. Hier haben die Entwickler ganze Arbeit geleistet und bringen ein wirklich überzeugendes Gesamtpaket auf den Mac. Auch der beständige Wechsel zwischen Tag und Nacht im Spielverlauf, der die Locations in völlig anderem Licht erscheinen lässt, überzeugt und schafft es eine sehr gute Krimi-Atmosphäre aufzubauen, die durch die guten Synchronsprecher und die stimmigen Cut-Scenes noch weiter unterstützt wird.
Des Weiteren ein Lob an die integrierte Karte (Aufruf über die M-Taste)! Sie dient dem Spieler und verhindert nervige lange Laufwege zwischen den einzelnen Schauplätzen des Spiels.
So weit ich die Zielgruppe des Spiels beschreiben kann, spricht es den erfahrenen Adventurespieler im fast schon gesetzten Alter an. Die ausgefeilten Dialoge, die cineastische Inszenierung und nicht zuletzt das Charakterdesign kommen endlich wieder an die großen Vorbilder der 90er Jahre ran. Seit Monkey-Island 3 hat mich kein Comic-Adventure mehr so von der Inszenierung her gefesselt wie The Abbey. Leider bleibt ein kleiner Nachgeschmack kleben: Nach knapp neun Stunden Rätselspaß ist man durch und die Widerspielbarkeit liegt faktisch bei Null, da man den Schwierigkeitsgrad leider nicht erhöhen kann und die Dialoge und die Geschichte nach der Auflösung etwas an ihrer Spannung und ihrer Wirkung verlieren.
Du sollst nicht töten!
Tja, und da haben wir bereits das erste Schlamassel: Einer der Mönche ist bei einem „tragischen“ Unfall mit dem Weihrauchfass umgekommen. Nun kommt ihr als Inquisitor Leonardo ins Spiel und tappt als kirchlicher Inspektor auf der Suche nach dem Mörder erst einmal im Dunkeln. Dabei habt ihr immer euren kleinen Novizen Bruno an der Hand, der in entscheidenden Situationen eine Hilfe im verstrickten Klosterleben sein kann.Des Weiteren wird die Abtei von anderen kauzigen Mönchen bewohnt, die euch allesamt nicht sehr wohl gesonnen sind. Um wichtige Infos zu bekommen, müsst ihr schon häufiger mit ihnen reden und ihnen den ein oder anderen Gefallen tun. Die dabei aufkommenden Rätsel sind zumeist logisch aufgebaut und deren Lösung findet man in ausschweifenden Unterhaltungen mit den anderen Klosterbrüdern.
Das Problem bei The Abbey ist bei weitem nicht das Lösen der Rätsel, sondern oftmals das Finden eines Rätsels, so muss man mit allen Mönchen im Kloster ausgiebig reden, um die Probleme ans Licht zu bringen. Die darauf folgende Lösung ist zumeist einfach zu finden und sollte Genre-Neulinge nicht vor zu große Probleme stellen. Ganz klar muss ich allerdings allen Spielern vom Kauf abraten, die nicht gerne viel Text lesen und der wirklich spannend erzählten Geschichte lauschen wollen.
Die technische Seite der Medaille
Um es kurz zu machen: Die Mac-Version bot nicht so gravierende Bugs wie die Windows-Version. Auch nach einigen Stunden Spielzeit bot mir kein Absturz Anlass zur Kritik. Viel mehr hinterlässt nur der große Ressourcenhunger des Spiels einen leicht bitteren Nachgeschmack.Die Präsentation des Spiels ist vorbildlich: erstklassige Grafik, orchestraler Soundtrack und eine spannende Geschichte. All das lässt keine Kritik aufkommen. Hier haben die Entwickler ganze Arbeit geleistet und bringen ein wirklich überzeugendes Gesamtpaket auf den Mac. Auch der beständige Wechsel zwischen Tag und Nacht im Spielverlauf, der die Locations in völlig anderem Licht erscheinen lässt, überzeugt und schafft es eine sehr gute Krimi-Atmosphäre aufzubauen, die durch die guten Synchronsprecher und die stimmigen Cut-Scenes noch weiter unterstützt wird.
Des Weiteren ein Lob an die integrierte Karte (Aufruf über die M-Taste)! Sie dient dem Spieler und verhindert nervige lange Laufwege zwischen den einzelnen Schauplätzen des Spiels.
Spieldauer und Zielgruppe
Virtual Programming hat einen guten Job bei der Portierung des Spiels gemacht. Nach einfacher Installation nur den Aktivierungscode eingeben, eine aktive Internetverbindung ist Voraussetzung dafür, und dann kann die DVD in der Hülle bleiben. Schön!So weit ich die Zielgruppe des Spiels beschreiben kann, spricht es den erfahrenen Adventurespieler im fast schon gesetzten Alter an. Die ausgefeilten Dialoge, die cineastische Inszenierung und nicht zuletzt das Charakterdesign kommen endlich wieder an die großen Vorbilder der 90er Jahre ran. Seit Monkey-Island 3 hat mich kein Comic-Adventure mehr so von der Inszenierung her gefesselt wie The Abbey. Leider bleibt ein kleiner Nachgeschmack kleben: Nach knapp neun Stunden Rätselspaß ist man durch und die Widerspielbarkeit liegt faktisch bei Null, da man den Schwierigkeitsgrad leider nicht erhöhen kann und die Dialoge und die Geschichte nach der Auflösung etwas an ihrer Spannung und ihrer Wirkung verlieren.
Fazit
Eindeutig eine Kaufempfehlung! RuneSoft und Virtual Programming bringen hier ein sehr gutes Adventure auf den Markt, das den Kaufpreis von 20 bis 40 Euro wirklich wert ist. Wer gerne Adventures spielt und vor langen Dialogen nicht zurückschreckt, bekommt hier ein tolles Gesamtpaket!
POSITIV
- grandiose Inszenierung
- spannende Geschichte
- tolle Sprecher
- spannende Geschichte
- tolle Sprecher
NEGATIV
- deutsche Version kostet gegenüber englischer das doppelte
- großer Ressourcenhunger
- großer Ressourcenhunger
81%
Grafik:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
gut
gut
(n.v.)
mittel
gut
(n.v.)
mittel
| MINIMUM | STANDARD | OPTIMUM | TESTRECHNER |
| Intel Core 1,7 Ghz 512 MB RAM Intel GMA X3100 3 GB Festplatte Mac OS X 10.4.11 |
Intel Core 2 Duo 2 Ghz 2048 MB RAM 128 MB Grafikkarte Mac OS X 10.5.8 |
Intel Core 2 Duo 2,3 Ghz 2048 MB RAM 256 MB Grafikkarte Mac OS X 10.5.8 |
iMac Intel Core 2 Duo 2 Ghz 4096 MB RAM ATI Radeon X1600 Mac OS X 10.5.8 |
* Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt als der Artikel geschrieben wurde. Eventuell stehen auf der Homepage des Herausgebers bzw. Entwicklers Updates für "The Abbey" bereit.





